Der Kindergarten:
Der Doppelkindergarten mit Hortnutzung als sensible Einrichtung wird von der Straße zurückgesetzt und an der ruhigsten und sonnigsten Zone des Bauplatzes mit ausreichend Abstand zum Bestandsgebäude situiert. Durch die L-förmige Anordnung der Räumlichkeiten entstehen im Maßstab kindergerechte, großzügige und dennoch ausdifferenzierte Außenbereiche mit unterschiedlichen Qualitäten. Sie stellen einen Platz zum Spielen, Lernen und Entdecken in freier Natur und zu jeder Jahreszeit, mitten in der Stadt, dar.
Vom Vorplatz führt ein teilüberdachter Zugang, entlang der begrünten Bestandsmauer, zum Haupteingang des Kindergartens. Dort betritt man das zweigeschossige Foyer mit der vertikalen Erschließung. Von hier aus werden einerseits die Gruppen- und Bewegungsräume erschlossen, andererseits gelangt man auch direkt in den Garten. Über die Treppe oder den Aufzug gelangt man in das „ruhige“ Obergeschoss, welches in zwei Teilbereiche gegliedert und durch die Büros verbunden ist. Die beiden Bereiche sind den Gruppenbereichen im Erdgeschoss zugeordnet und ermöglichen eine dem Alter entsprechende räumliche Aufteilung der Kinder.
Die Fassaden sind mit großformatigen Öffnungen versehen, die den Innen- und Außenraum verbinden und eine optimale Querdurchlüftung ermöglichen. In den Bewegungsräumen sind zusätzlich Lichtkuppeln vorgesehen, die den Sonnenverlauf im Innenraum nachzeichnen. Zusätzlich kann über die Kuppeln Wärme nach außen geleitet werden. Durch Rücksprung der Fassade werden geschützte und überdachte Nischen gebildet, die bei Schlechtwetter ein Verweilen im Freien ermöglichen.
Das Musikzentrum:
Das bestehende historische Gebäude wird mit minimalen Eingriffen für die Nutzung als Musikzentrum adaptiert. Im Erdgeschoss wird die bestehende Wohnung in den Bereich für die Leitung umfunktioniert und ein barrierefreies WC eingebaut. Im Obergeschoss werden Damen- und Herren-WCs eingebaut. Im breiten Gangbereich werden neben einem Garderobenbereich auch Sitzmöbel zum Warten vor den Musikzimmern positioniert. Die Musikzimmer werden jeweils an einer Seite mit einem Möbelverbau ergänzt. Dieser ist formal so konzipiert, um störende Schallreflexionen zu vermeiden.
Die vorhandenen Raumhöhen sollen den Musikern gute Hörsamkeit bieten und bei intensiven Übungszeiten vor übergebührlicher Lautstärkendosis optimal schützen. Je nach Instrument können Schallabsorber bzw. Resonatoren nach Erfordernis als mobile Elemente installiert werden.
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